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Bauhaus-Universität Weimar, PappPalast

Das Herstellen von stabilen Konstruktionen aus Papier und Pappe durch Falten und Stecken gehört zur Grundausbildung von Architektur- und Designstudenten. Für die Buchmesse entwickelten wir eine Konstruktion aus 29.000 Pappquadraten, die ohne Verleimungen und andere Befestigungsmittel standfest zu Wänden und Decken verbunden wird und trotzdem aufgrund ihres geringen Gewichtes und ihrer einfachen räumlichen Veränderung eine hohe Flexibilität besitzt. Selbstredend ist der PappPalast nachhaltig und ökologisch. Die Konstruktion läßt sich mühelos reparieren.

Die räumliche Pappstruktur wirkt leuchtend fast schwerelos. Angestrahlt im Streiflicht verschatten sich die Pappquadrate gegenseitig und erzeugen ein Spiel aus Halbschatten. Die Effekte ausnutzend wurde der Messestand von innen mit einfachen warmweißen Leuchtstofflampen zum leuchten gebracht. In der Metallwerkstatt der Universität gefertigte Strahler setzten Akzente auf den Büchern. Für das Stecksystem wurden kleine LED-Strahler entwickelt, die in die Freiräume der Pappstruktur eingesetzt werden konnten und punktuelle Lichtflecken setzten. Ein begrenzendes Kriterium für die Lichtgestaltung war das schon fast dramatisch geringe Budget, welches gleichzeitig die Kreativität nach einfachen und trotzdem wirkungsvollen Lösungen zu suchen anfeuerte.

Lichtraum ist mit dem Messestand „Papppalast“ der Bauhaus-Universität Weimar in der Kategorie Event/Messen für den Deutschen Lichtdesignpreis 2015 nominiert.

Erstes Referenzbild
Buchmesse 2012
Referenzbild
Buchmesse 2012
Referenzbild
Buchmesse 2012, Fotografie: Romy Weinhold
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Buchmesse 2012
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Buchmesse 2012